Mit der KulturTram durch die Mannheimer Quadrate

Ein Nachbericht von Claudia Möller

Unter dem Motto „KulturTram goes e.AT“ ging die KulturTram bereits zum vierten Mal erfolgreich auf die Schiene und drehte mit Musik, aber auch ernsten Tönen ihre Runden durch die samstäglich belebte Innenstadt. Anlass für die Fahrt war diesmal der Start der einander.Aktionstage, die vom 27. September bis zum 26. Oktober 2019 mit zahlreichen Veranstaltungen von über 100 Institutionen und Vereinen die kulturelle Vielfalt der Stadt Mannheim  präsentieren. Die Idee der KulturTram – durch kulturelle Aktivitäten miteinander ins Gespräch zu kommen und die interkulturelle Vielfalt der Stadt kennenlernen – passte da bestens zu den Aktionstagen.

Das Programm in der KulturTram war sehr vielfältig: Tobias Schirneck sorgte mit den über zehn Jugendlichen von Younity und ihren Rap-Songs für Stimmung. Younity Mannheim steht für den gemeinsamen Kampf gegen Rassismus und Gewalt, für aktive Teilhabe und Vielfalt in der Kultur, Integration, mehr Bildung und Empowerment, quasi die lebendige Umsetzung der „Mannheimer Erklärung für ein Zusammenleben in Vielfalt“. Während der Fahrt  wurde diese von der Schauspielerin Bettina Franke deklamiert und Werbung für die einander.Aktionstage mit vielen Programmpunkten gemacht. Ruhiger wurde es am Mittag mit den Klängen der Gruppe Promoroaca unter Leitung von Ionel Chirita. Fünf Musiker*innen, die das musikalische Lebensgefühl Osteuropas mit seiner Fröhlichkeit und Intensität für die Fahrgäste der rnv auf ihrem Weg zum Einkauf oder Blumenpeterfest lebendig machten. Die Musiker*innen sind aktiv bei dem Verein KulturQuer QuerKultur Rhein-Neckar e.V., der in diesem Jahr sein 20-Jähriges Jubiläum mit dem KulturQuer-Festival feiert – natürlich im Rahmen der einander.Aktionstage.

„Wir sind sehr erfreut über die Zustimmung, die die KulturTram auch diesmal erfahren hat“, so Hayat Erten von der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv). Das Konzept in einer regulären Bahn und für alle Besucher*innen zugänglich Kultur anzubieten kommt gut an. „Manche Fahrgäste sind gleich mehrere Runden in der Bahn geblieben, weil es ihnen so gut gefallen hat“, berichtet Claudia Möller vom Projekt Migrants4Cities der Stadt Mannheim. Dort wurde die Idee von der Arbeitsgruppe „Zusammenleben“ entwickelt. Im Forschungsprojekt Migrants4Cities suchte die Stadt gemeinsam mit ihren Partnern – der TU Berlin und dem Forschungsinstitut inter 3 – in einer intensiven Workshop-Reihe gemeinsam mit 20 Mannheimerinnen und Mannheimern mit internationaler Biografie sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Stadtverwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft nach Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Gefördert wird das Projekt Migrants4Cities vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Förderschwerpunkt sozial-ökologisch Forschung (SÖF).

Möglich wurde die erneute Fahrt der KulturTram durch die Kooperation der rnv mit dem Kulturamt und dem Fachbereich Demokratie und Strategie der Stadt Mannheim, sowie Startup Mannheim (Kulturelle Stadtentwicklung).

Bildmaterial: Copyright by TU Berlin Fotograf: Christian Fröhlich

Wer die Bahn diesmal verpasst hat, der kann dies am 26.Oktober 2019 19:0023:59 nachholen, denn dann fährt die Kulturtram ein zweites Mal durch die Quadrate.